Wo ich gerade im Leben stehe: Ich bin 43 Jahre alt, seit 16 Jahren verheiratet; wir haben einen Sohn (8 Jahre). Nach meinem ersten Berufsleben als Verlagskauffrau stehe ich nun mitten in meinem zweiten als Psychologische Psychotherapeutin in eigener Praxis in Berlin seit 2014. Außerdem gebe ich Trainings zu ACT und anderen Themen und berate und gebe Supervision in unterschiedlichen Kontexten (Sozialarbeit, Kliniken).

Mein ACT-Hintergrund/Kontext: Mein erster Kontakt mit ACT war während meiner VT-Ausbildung am ZPHU in Berlin– in einem Seminar von Gideon Frank zu „Schmerztherapie“, in dem er sehr eindrücklich von seiner palliativen Arbeit berichtete und uns die Grundideen von ACT und einige der Methoden näherbrachte. Ab 2010 habe ich unter der Leitung von und zusammen mit Ronald Burian die Psychosomatisch-Psychiatrische Tagesklinik des Klinikums Königin-Elisabeth-Herzberge mit aufgebaut – von Anfang an mit ACT als übergeordnetem Behandlungskonzept mit einem multiprofessionellen Team. Das war eine sehr spannende und lehrreiche Zeit und hat einen großen Anteil an meinem heutigen Verständnis von ACT und meiner therapeutischen Haltung damit – sowohl gegenüber PatientInnen wie auch gegenüber KollegInnen.

Mein Engagement bisher: Seit 2012 gibt es das ACT-Netzwerk Berlin-Brandenburg, in dem ich von Anfang an dabei war – als Teil einer sehr interessierten und engagierten Gruppe von ACT-AnwenderInnen, die sich monatlich trifft, austauscht und vor allem gemeinsam übt. Seit 2014 bieten wir selbst ACT-Trainings (JumpIn ACT) an und sind dabei, das Angebot weiter auszubauen. In der DGKV bin ich seit einigen Jahren im Arbeitskreis Kommunikation (für den Newsletter) und im Arbeitskreis Training und Weiterbildung aktiv. Ich bilde mich mit ACT fortlaufend weiter (zuletzt Exposure Based ACT bei Eric Morris, Online-Training) und besuche die internationalen (zuletzt Dublin) und deutschsprachigen Kongresse (zuletzt Bamberg).

Wofür ich stehe mit der DGKV: Ich wünsche mir, dass die DGKV eine offene, engagierte Gemeinschaft bleibt, die einen regen Austausch über Werte und Entwicklung führt und einen wirksamen Einsatz von ACT und anderen kontextuellen Verfahren vertritt. Mir liegt vor allem an einem vielfältigen multiprofessionellen Austausch, der nicht im Psychotherapeutischen hängen bleibt, sondern sich auch immer wieder öffnet für andere therapeutische Perspektiven. Mir erscheinen vor allem kreative, physisch-motorische oder sozialarbeiterische Ansätze voller Potenzial. Ich möchte als Beisitzerin im Vorstand Impulse geben und daran mitarbeiten, die DGKV als Netzwerk zu stärken. Ein Netzwerk, in dem wir uns gegenseitig unterstützen und voneinander lernen können – von Mensch zu Mensch, in Akzeptanz unterschiedlicher Erfahrungen, Sichtweisen und Haltungen. Und ich möchte weiterhin aktiv daran mitarbeiten, die Ideen der kontextuellen Verhaltenswissenschaften für alle Menschen verfügbar und nutzbar zu machen und sinnvoll und nützlich einzusetzen.