Tanja Cordshagen-Fischer

Nachdem ich 12 Jahre eine eigene Praxis (KJP) geführt habe, findet meine Arbeit mit ACT jetzt Anwendung in meiner Tätigkeit als Ambulanz- und Ausbildungsleitung (KJP) eines Hamburger Ausbildungsinstituts. Diese Tätigkeit gibt mir aktuell die Möglichkeit, ACT im Rahmen eigener Therapien umzusetzen, aber ebenso in den Supervisionen und Seminaren, die ich dort anbiete und durchführe. Ich beschäftige mich seit 2012 intensiv mit ACT und als Diplom Psychologin und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin insbesondere damit, wie dieser spannende und kreative Ansatz im Bereich der KJP angewendet werden kann. Mit dieser Frage im Kopf habe ich dann gemeinsam mit einem Kollegen in Hamburg eine ACT-KJP-Gruppe ins Leben gerufen, um zu diskutieren und auszuprobieren. Auf den ACT-Praxis-Tagen hatte ich 2018 das Glück, weitere ACT-KJP interessierte/begeisterte KollegInnen kennenzulernen und wir haben eine deutschlandweite Austauschgruppe gestartet.

Ich freue mich, dass ich aktuell für die DGKV die Ansprechpartnerin für alle ACT-KJP-interessierten KollegInnen bin. Für mich bedeutet ACT, meine großen wie kleinen PatientInnen/KlientInnen als Menschen im Kampf mit dem Menschsein zu sehen, statt sie zu pathologisieren und gleichzeitig jeden intensiv in seiner Eigenverantwortlichkeit für die Möglichkeit des Handelns zu fördern und zu fordern. In der DGKV möchte ich mich engagieren, um aktiv dazu beizutragen ACT als Möglichkeit des Umganges mit dem eigenen Menschsein und als Therapieansatz noch weiter bekannt zu machen, um den Ansatz des Sharing z.B. in Form von Therapiematerialien voranzubringen und um ein aktiver Teil dieser wirklich lebendigen und spannenden Community zu sein. Besonders engagieren möchte ich mich außerdem dafür, dass ACT noch mehr an den therapeutischen Nachwuchs herangetragen wird, zum einen in Ausbildungsinstituten aber auch insbesondere an die Universitäten in Forschung und Lehre.