Lade Veranstaltungen

« Alle Veranstaltungen

Die dritte Welle und das Meer – Der Einfluss von Zen auf die Verhaltenstherapie

Oktober 16 - Oktober 17
200€

Als Verfahren der „dritten Welle“ sind in der ACT einige Prozesse integriert, die meditativen Charakter haben oder als „Achtsamkeitspraxis“ bezeichnet werden. Die Wörter „Achtsamkeit“ und „Zen“ werden in der VT mittlerweile völlig selbstverständlich auch im klinischen Alltag verwendet. „Diese Achtsamkeitsübung kommt aus dem Zen.“  Dieser Satz ist in vielen Inteventionsanleitungen und Ratgebern zu lesen, und scheint erstmal schlüssig. 

Aber: Was heisst das eigentlich? Was heisst „Kommt aus dem Zen“?

Die historische Wechselwirkung zwischen den beiden Feldern Zen und Verhaltenstherapie, sowie Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Theorie und Praxis sind oft sogar jenen Fachkräften unklar, die Achtsamkeit routiniert einsetzen.

In der Verhaltenstherapie haben sich Verfahren etabliert, die zur so genannten dritten Welle der Verhaltenstherapie gezählt werden (MBSR, MBCT, DBT, ACT).  Während einige Strömungen wie die ACT aus radikal behavioristischer Sicht inhaltliche und praxisbezogene Gemeinsamkeiten mit der Buddha-Lehre diskutieren, (vgl Hayes 2002), sehen andere Strömungen die Buddha-Lehre und/oder Zen als eine der Wurzeln ihrer Theorie und Praxis an, wie MBSR oder DBT.

Wie können Zen-Erfahrung und moderne Verhaltenstherapie gemeinsam fruchtbar werden? 

In diesem Workshop werden wir verschiedene Meditations- und Achtsamkeitsformen praktizieren. Zum einen moderne Formen der verhaltenstherapeutischen Interventionen, zum anderen traditionelle Formen aus dem ’Zen’. Wir werden prüfen, wie sich Framing und Narrative auf die Praktiken auswirken:  Suchen wir Genuss und Entspannung? Suchen wir „Heilung“? Oder suchen wir danach, was „das alles“ hier ist und was wir tun können, um allen Wesen zu helfen?

Zudem werden die historischen Zusammenhänge zwischen traditionellen Buddha-Schulen und modernen, evidenzbasierten Verfahren erörtert.

Nicht zuletzt sollen die Haltung und Praxis des Zen und dessen Implikation und Potentiale für die therapeutische Beziehung erfahrbar werden: Schließlich erstreben Psychotherapie und Zen gemeinsame Qualitäten: Verbundenheit, Empathie, Mitgefühl, Dankbarkeit, Liebende Güte

Der Workshop ist von der Psychotherapeutenkammer Hamburg akkreditiert. Er findet in Präsenz statt.  Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auf 8.

Details

  • Beginn: Oktober 16
  • Ende: Oktober 17
  • Eintritt: 200€
  • Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Veranstalter