Vorstand

Der Vorstand der DGKV besteht aus den 1. und 2. Vorsitzenden, sowie ehemalige*r 1. Vorsitzende*r, Kassenwart*in, die*den Schriftführende*n (gewählt als Beisitzende*r), Vertretung der Studentenschaft und bis zu drei weiteren Beisitzenden. Bei der Nominierung neuer Vorstandsmitglieder wird angestrebt, dass der Vorstand bezüglich Vertretung der deutschsprachigen Regionen, Geschlechtern und anderen Gruppen (z.B. Berufsgruppen) einen hohen Diversitätsgrad ausweist.

Der Vorstand trifft sich einmal im Monat. Zu seinen Aufgaben gehört, die einmal jährlich stattfindende Mitgliederversammlung vorzubereiten, die Vorbereitung wissenschaftlicher Tagungen und Veranstaltungen sowie die Förderung von Forschung und klinischer Zusammenarbeit.

Ein zentrales Anliegen des Vorstandes ist, die Mitglieder der DGKV aktiv in die Gestaltung des Vereins durch Beteiligung an Arbeitsgruppen, Netzwerken, Special Interest Groups, etc. einzubeziehen.

Tanja Cordshagen-Fischer

Nachdem ich 12 Jahre eine eigene Praxis (KJP) in der Lüneburger Heide geführt habe, war ich für 2 Jahre als Ambulanz- und Ausbildungsleitung (KJP) eines Hamburger Ausbildungsinstituts tätig. Seit März 2019 bin ich nun wieder ausschließlich selbständig tätig im Rahmen meines KJP-Kassensitzes, als Dozentin (überwiegend zu ACT-KJP-Themen) und Supervisorin.

Ich beschäftige mich seit 2012 intensiv mit ACT und als Diplom Psychologin und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin insbesondere damit, wie dieser spannende und kreative Ansatz im Bereich der KJP angewendet werden kann. Mit dieser Frage im Kopf habe ich dann gemeinsam mit einem Kollegen in Hamburg eine ACT-KJP-Gruppe ins Leben gerufen, um zu diskutieren und auszuprobieren. Ich freue mich, dass ich aktuell für die DGKV die Ansprechpartnerin für alle ACT-KJP-interessierten KollegInnen bin.
Für mich bedeutet ACT, meine großen wie kleinen PatientInnen/KlientInnen als Menschen im Kampf mit dem Menschsein zu sehen, statt sie zu pathologisieren und gleichzeitig jeden intensiv in seiner Eigenverantwortlichkeit für die Möglichkeit des eigenen Handelns zu fördern und zu fordern.

In der DGKV engagiere ich mich, um aktiv dazu beizutragen, ACT als Möglichkeit des Umganges mit dem eigenen Menschsein und als Therapieansatz noch weiter bekannt zu machen, um den Ansatz des Sharing z.B in Form von Therapie- und Arbeitsmaterialien voranzubringen und um ein aktiver Teil dieser wirklich lebendigen und spannenden Community zu sein. Besonders engagieren möchte ich mich außerdem dafür, dass ACT noch mehr an den therapeutischen Nachwuchs herangetragen wird, zum einen in Ausbildungsinstituten, aber auch insbesondere an die Universitäten in Forschung und Lehre.

Mareile Rahming

Mareile Rahming

Wo ich gerade im Leben stehe: Ich bin 43 Jahre alt, seit 16 Jahren verheiratet; wir haben einen Sohn (8 Jahre). Nach meinem ersten Berufsleben als Verlagskauffrau stehe ich nun mitten in meinem zweiten als Psychologische Psychotherapeutin in eigener Praxis in Berlin seit 2014. Außerdem gebe ich Trainings zu ACT und anderen Themen und berate und gebe Supervision in unterschiedlichen Kontexten (Sozialarbeit, Kliniken).

Mein ACT-Hintergrund/Kontext: Mein erster Kontakt mit ACT war während meiner VT-Ausbildung am ZPHU in Berlin– in einem Seminar von Gideon Frank zu „Schmerztherapie“, in dem er sehr eindrücklich von seiner palliativen Arbeit berichtete und uns die Grundideen von ACT und einige der Methoden näherbrachte. Ab 2010 habe ich unter der Leitung von und zusammen mit Ronald Burian die Psychosomatisch-Psychiatrische Tagesklinik des Klinikums Königin-Elisabeth-Herzberge mit aufgebaut – von Anfang an mit ACT als übergeordnetem Behandlungskonzept mit einem multiprofessionellen Team. Das war eine sehr spannende und lehrreiche Zeit und hat einen großen Anteil an meinem heutigen Verständnis von ACT und meiner therapeutischen Haltung damit – sowohl gegenüber PatientInnen wie auch gegenüber KollegInnen.

Mein Engagement bisher: Seit 2012 gibt es das ACT-Netzwerk Berlin-Brandenburg, in dem ich von Anfang an dabei war – als Teil einer sehr interessierten und engagierten Gruppe von ACT-AnwenderInnen, die sich monatlich trifft, austauscht und vor allem gemeinsam übt. Seit 2014 bieten wir selbst ACT-Trainings (JumpIn ACT) an und sind dabei, das Angebot weiter auszubauen. In der DGKV bin ich seit einigen Jahren im Arbeitskreis Kommunikation (für den Newsletter) und im Arbeitskreis Training und Weiterbildung aktiv. Ich bilde mich mit ACT fortlaufend weiter (zuletzt Exposure Based ACT bei Eric Morris, Online-Training) und besuche die internationalen (zuletzt Dublin) und deutschsprachigen Kongresse (zuletzt Bamberg).

Wofür ich stehe mit der DGKV: Ich wünsche mir, dass die DGKV eine offene, engagierte Gemeinschaft bleibt, die einen regen Austausch über Werte und Entwicklung führt und einen wirksamen Einsatz von ACT und anderen kontextuellen Verfahren vertritt. Mir liegt vor allem an einem vielfältigen multiprofessionellen Austausch, der nicht im Psychotherapeutischen hängen bleibt, sondern sich auch immer wieder öffnet für andere therapeutische Perspektiven. Mir erscheinen vor allem kreative, physisch-motorische oder sozialarbeiterische Ansätze voller Potenzial. Ich möchte als Beisitzerin im Vorstand Impulse geben und daran mitarbeiten, die DGKV als Netzwerk zu stärken. Ein Netzwerk, in dem wir uns gegenseitig unterstützen und voneinander lernen können – von Mensch zu Mensch, in Akzeptanz unterschiedlicher Erfahrungen, Sichtweisen und Haltungen. Und ich möchte weiterhin aktiv daran mitarbeiten, die Ideen der kontextuellen Verhaltenswissenschaften für alle Menschen verfügbar und nutzbar zu machen und sinnvoll und nützlich einzusetzen.

Sophie Faber

Ich bin Masterstudentin der Psychologie an der Universität zu Lübeck mit dem Schwerpunkt Klinische Psychologie und Neuropsychologie.

Als ich 2018 im Rahmen eines Praktikums von ACT als Konzept erfuhr, begeisterte es mich sofort, da ich mich persönlich schon lange zuvor von den positiven Auswirkungen von Achtsamkeitsübungen auf mein eigenes Wohlbefinden überzeugen durfte. Den Zugang zur Achtsamkeit fand ich vor einigen Jahren über das regelmäßige Praktizieren von Yoga und Meditation. Als Küstenkind zieht es mich immer wieder zum Windsurfen aufs Wasser, wo Achtsamkeit ebenfalls ein wichtiger Begleiter ist. Dann sind da nur das Meer, der Wind, die Wellen und ich – mehr braucht es nicht.
Mit der Arbeit im Vorstand freue ich mich darauf, den ACT Ansatz mehr Studierenden näher zu bringen und selbst erfahrbar zu machen. Ebenso ist es mir ein Anliegen die Bedürfnisse angehender Psychotherapierender aufzugreifen und den Austausch zu fördern.

Anja Meyer

Gerne möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich denjenigen unter euch, die mich noch nicht kennen, vorzustellen. Ich bin als Psychologische Psychotherapeutin / Verhaltenstherapeutin seit 2010 in eigener Praxis niedergelassen. Ungefähr zeitgleich mit meiner Niederlassung bin ich zum ersten Mal mit ACT in Berührung gekommen. Seither erlebe ich ACT sowohl privat als auch beruflich als große Bereicherung. Inzwischen vermittle ich es auch selbst mit viel Freude im Rahmen von Workshops und Supervisionen, habe das erste – langsam aber stetig wachsende – ACT-Netzwerk im Nordosten Deutschlands mitbegründet und bin seit 2018 „peer-reviewed ACT-Trainerin“. Innerhalb der ACBS engagiere ich mich gerade zusammen mit anderen Trainer*innen für eine stärkere Vernetzung der europäischen Chapter. Darüber hinaus ist es mir ein Anliegen, insbesondere Trainer*innen aus weniger privilegierten Regionen Europas zu unterstützen. Und auch „vor Ort“, also im deutschsprachigen Raum, möchte ich mich gerne noch mehr einbringen. Deshalb würde ich mich über die Gelegenheit der Mitarbeit im Vorstand der dgkv sehr freuen.

Und privat? Privat lebe ich in der Nähe von Greifswald, bin verheiratet und Mutter von drei Kindern, von denen zwei inzwischen selbst Psychologie studieren

Dr. Claudia China

Wo und wofür ich in meinem Leben gerade stehe, gehe und laufe: Beruflich arbeite ich seit 25 Jahren als Psychologische Psychotherapeutin in der Mühlenbergklinik der DRV-Nord in Malente vor allem mit Menschen mit chronischen Erkrankungen (chron. Schmerz, chron. Herz-Kreislauf-Gefäßerkrankungen, etc.). Als ich vor mehr als 10 Jahren ACT kennengelernt habe, war ich total begeistert, weil mir genau diese Herangehensweise gefehlt hat: Der Shift weg vom (aussichtslosen und schädlichen) Kampf mit den Symptomen hin zum Leben für persönliche Werte. Wow! Und dann die Erkenntnisse der Bezugsrahmentheorie: „Unserem Geist ist nicht zu trauen.“ Wenn ich das früher gewusst hätte, hätte ich auch mir persönlich viel Leid erspart.

Die verhaltensmedizinischen Programme, die wir inzwischen in unserer Klinik entwickelt haben und evaluieren, arbeiten zentral mit ACT und stoßen inzwischen auf einiges Interesse bei den DRVen und Kolleg*innen. Die kritische Evaluation und Veröffentlichung unserer Arbeit ist mir wichtig, nachdem ich einige Jahre an der Uni Lübeck in einem Forschungsprojekt gearbeitet und viel gelernt habe. Inzwischen haben wir auch die deutsche Übersetzung des CFQ validiert und auf der  DGKV homepage kostenfrei zur Verfügung gestellt; die Validierung der Übersetzung des CPAQ-8 ist in Arbeit. Neben meiner Klinikarbeit arbeite ich als Dozentin/Supervisorin VT für ein Ausbildungsinstitut in Lübeck und demnächst wohl auch mit einer halben Niederlassung für die Krankenkassen.  Die Übersetzung von Ben Sedley´s „Stuff that Sucks“, einem Selbsthilfebuch für Jugendliche, hat großen Spaß gemacht. Apropos Spaß: Für meine Intervisionsgruppe und das Vorbereitungsteam der DGKV Tagung auf Sylt 2021 freue ich mich immer wieder von Lübeck ins schöne Hamburg und für die ACBS- und DGKV-Kongresse überall hin zu reisen. Austausch, Vernetzung, gemeinsame Entwicklung und Teilen liegen mir sehr am Herzen.

An der ACT Community schätze ich dem entsprechend den Open-Source-Ansatz sehr und all die Kontakte mit wunderbaren Kolleg*innen, die wie ich daran arbeiten, Menschen dabei zu unterstützen ihr Leben eigenverantwortlich werteorientiert in die Hand zu nehmen und Kämpfe, die wir nicht gewinnen können, aufzugeben. Ich glaube, außer der Verbindung mit anderen Menschen und der Welt ist Freiheit eins meiner zentralen Motive. Privat freue ich mich an meinen inzwischen erwachsenen Kindern, laufe gern weit, liebe Touren mit meinem Gravel Bike und versuche meinen Beitrag zur Rettung unserer Welt mit den Scientists, Psychologist/Psychotherapists, etc. for Future und mit unserer DGKV SIG ImpACT#Gesellschaft#Mitwelt#Klima zu leisten. Nachdem ich vor einigen Monaten für Marika Rimkus in den Vorstand gekommen bin, habe ich nun schon einige Erfahrung mit der Vorstandsarbeit und würde mich freuen, wenn ich mit Eurem Vertrauen weitermachen darf.

Tom Pinkall

Vor dem Hintergrund der Beschäftigung mit Meditation und Achtsamkeitspraxis, sowie mit Systemischer Therapie und Beratung lernte ich 2011 durch Hagen ACT kennen. Und daraus entstand der Weg durch die letzten Jahre in Seminaren, im Beratung und Coaching, in Freundschaften und kollegialen Begegnungen.

Persönlich bin ich in Deutschland biographisch vor allem mit den Orten Dresden, München, Berlin und Mannheim verbunden. Es zeigt sich jedoch immer wieder eine ausgeprägte nomadische Seele und so gibt es Beziehungen zu vielen Orten auf der Welt. Besonders die Türkei spielt als Lebensort zweitweise immer wieder eine Rolle und Verbindungen nach Nepal, sodass es auch dort immer wieder Kurse und Workshops und vor allem Kontakt zu den türkischen ACT-Kolleg*innen gibt.

Die DGKV durfte ich in persönlichen Kontakten, durch Tagungen und Mitgliederversammlungen kennenlernen und ich schätze die Offenheit, internationale Verbundenheit, den fachlichen Austausch und die gegenseitige Unterstützung sehr. Es wäre mir eine Freude, das, was wir in den ACT-Seminaren versuchen anzuregen, zu lernen und erlebbar zu machen, für eine Zeit auch durch eine Mitarbeit im Vorstand der DGKV zum Ausdruck zu bringen.

Dabei gibt es noch gar keine Idee, was es denn wäre, wofür ich mich konkret einsetzen würde, eher ein Gefühl der Verbundenheit und die Bereitschaft, etwas Arbeit mit zu übernehmen für unseren deutschsprachigen Verband.

Sabine Student

Ich bin Psychologische Psychotherapeutin, Verhaltenstherapeutin, Supervisorin, in eigener Praxis tätig, in Bamberg lebend.

Seit 2012 bin ich Zen übende und nehme regelmäßig an Sesshins im Benediktushof teil und bin auch glücklicherweise Tin einer Zen Gemeinschaft in Bamberg, was mein Leben positiv verändert hat.

Seit 2013 ACT begeistert und habe schon viele Workshops und Kongresse zu ACT besucht und 2018 innerhalb unserer ACT Community Nordbayerns auch einen DGKV Kongress mitorganisiert.

Diese Erfahrungen möchte ich in den Vorstand einbringen und auch innerhalb des Vereins an einem regen Austausch mit den Mitgliedern teilhaben.

Kristin Heiber

Ich liebe das Leben, Menschen, die Natur, Herausforderungen und meinen Beruf. Als psychologische Psychotherapeutin in Privatpraxis in Dresden macht es mich zufrieden, andere aktiv zu unterstützen, mehr zu sich selbst zu finden und das Leben zu leben, das sie leben möchten. Dabei hilft mir ACT. Mit ihrem Fokus auf Achtsamkeit, Akzeptanz und Werte ist ACT zudem die perfekte Ergänzung zu meinen anderen Interessen der Meditation und Spiritualität, die ich seit mehr als 15 Jahre verfolge.

An ACT begeistert mich die Tiefe, die (Reich-) Weite und die Wärme. Ich beschäftige mich seit 2013 mit ACT und lerne immer wieder etwas Neues, verstehe etwas tiefer, werde inspiriert mich mit mir noch unbekannten Aspekten und Inhalten auch jenseits meines Fachgebietes auseinanderzusetzen. Und das macht Spaß und lässt mich lebendig fühlen 😊. Am meisten schätze ich aber, dass die Inhalte eingebettet sind in Menschlichkeit, Verbundenheit, Demut und Prosozialität (Aufeinander-bezogen-sein), weil sie uns erinnern, warum wir Menschen sind.

Ich freue mich über die Gelegenheit im Vorstand der DGKV mitzuarbeiten, um damit auch etwas von meiner ACT-Begeisterung weiter in die Welt zu tragen.

Stefan Wagler

Stefan Wagler

Aktuell arbeite ich als psychologischer Psychotherapeut in Ausbildung in der Institutsambulanz der DGVT Berlin. Die ACT, welche ich erstmals 2008 im Studium kennengelernt habe, bietet mir einen theoretisch-konsistenten Rahmen in welchem ich methodisch eklektisch arbeiten kann. Seit 2013 nutze ich ACT/RFT in Beratung und Trainings zu gemeindepsychologischer Arbeit im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit (u.a. im besetzten palästinensischen Gebiet, Nord-Irak, etc.) sowie in Trainings, Supervision und Coaching in Friedens- und Menschenrechtsarbeit. Dabei unterstütze ich Menschen darin, dass sie nachhaltig werteorientiert Handeln können und sich dabei selbst nicht vergessen. Mit meinem Umzug nach Deutschland 2017 habe ich im Berlin-Brandenburger ACT-Netzwerk eine neue Heimat gefunden, wo ich seit 2018 die Fortbildungsreihe „Jump In ACT“ als Trainer mit ausgestalte.

Für die Vorstandsarbeit der DGKV sind mir mehrere Aspekte wichtig. Zum einen wünsche ich einen Beitrag zu leisten, die Haltung und Ansätze der ACT/CBS über die Ursprungsdisziplinen hinaus zu verbreiten. Damit verbindet sich die Frage wie wir die DGKV nach außen präsentieren und die Zugänge erleichtern können. Weiterhin ist mir der Open-Source-Ansatz ein wichtiger Wert. Ich freue mich, dass dieser in der DGKV verankert ist und strebe an das praktische Teilen von Ressourcen, Workshopvideos, Therapie- und Trainingsmaterialien voranzubringen, sodass die DGKV für ACT-Interessierte noch attraktiver wird. Schließlich liegt es mir – auch als Mitglied des ACBS Membership Committees – am Herzen, die DGKV als Teil des Körpers der ACBS zu stärken. Mein Wunsch ist durch regionale Vernetzung mit den weiteren europäischen Landesgruppen zu einer diverseren und ausgeglicheneren internationalen ACBS beizutragen.