Marie Christine Dekoj

Marie Christine Dekoj

1. Vorsitzende; Psychologische Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie)

Ich arbeite aktuell als Psychologische Psychotherapeutin in einer Psychosomatischen Klinik. Insbesondere die Bedeutung von ACT in Kliniken ist mir daher ein großes Anliegen. Seit 2010 bin ich als ACT-Therapeutin tätig. Die Akzeptanz- und Commitment-Therapie berührt mich sehr und bereichert mein berufliches und privates Leben. Ich möchte diese Begeisterung gerne an andere weitergeben, im Besonderen an meine Patienten, um ihnen zu ermöglichen ein flexibles und wertvolles Leben zu führen, aber auch an Studenten und therapeutisch tätige Kollegen. Ich bin als Dozentin für ACT in verschiedenen verhaltenstherapeutischen Instituten tätig.

In diesem Sinne ist mir die Arbeit im Vorstand der DGKV ein großes Anliegen. Bereits seit Anfang 2016 bin ich aktiv im Arbeitskreis Kommunikation und gestalte den Newsletter mit. Durch meine Vorstandstätigkeit in der DGKV seit 2017 konnte ich mich bereits aktiv einbringen. Auch international bin ich an der Vernetzung interessiert und arbeite z.B. im Vorstand der ACBS Women SIG mit. Gerne möchte ich jedoch mein Engagement noch erweitern und die DGKV mitgestalten sowie die Ideen und Gedanken weitervermitteln und verbreiten.

Tanja Cordshagen-Fischer

Tanja Cordshagen-Fischer

2. Vorsitzende; Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin

Nachdem ich 12 Jahre eine eigene Praxis (KJP) in der Lüneburger Heide geführt habe, war ich für 2 Jahre als Ambulanz- und Ausbildungsleitung (KJP) eines Hamburger Ausbildungsinstituts tätig. Seit März 2019 bin ich nun wieder ausschließlich selbständig tätig im Rahmen meines KJP-Kassensitzes, als Dozentin (überwiegend zu ACT-KJP-Themen) und Supervisorin.
Ich beschäftige mich seit 2012 intensiv mit ACT und als Diplom Psychologin und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin insbesondere damit, wie dieser spannende und kreative Ansatz im Bereich der KJP angewendet werden kann. Mit dieser Frage im Kopf habe ich dann gemeinsam mit einem Kollegen in Hamburg eine ACT-KJP-Gruppe ins Leben gerufen, um zu diskutieren und auszuprobieren. Ich freue mich, dass ich aktuell für die DGKV die Ansprechpartnerin für alle ACT-KJP-interessierten KollegInnen bin.
Für mich bedeutet ACT, meine großen wie kleinen PatientInnen/KlientInnen als Menschen im Kampf mit dem Menschsein zu sehen, statt sie zu pathologisieren und gleichzeitig jeden intensiv in seiner Eigenverantwortlichkeit für die Möglichkeit des eigenen Handelns zu fördern und zu fordern.
In der DGKV engagiere ich mich, um aktiv dazu beizutragen, ACT als Möglichkeit des Umganges mit dem eigenen Menschsein und als Therapieansatz noch weiter bekannt zu machen, um den Ansatz des Sharing z.B in Form von Therapie- und Arbeitsmaterialien voranzubringen und um ein aktiver Teil dieser wirklich lebendigen und spannenden Community zu sein. Besonders engagieren möchte ich mich außerdem dafür, dass ACT noch mehr an den therapeutischen Nachwuchs herangetragen wird, zum einen in Ausbildungsinstituten, aber auch insbesondere an die Universitäten in Forschung und Lehre.

Ralf Steinkopff

Ralf Steinkopff

Ehemaliger Vorsitzender; Psychologischer Psychotherapeut

Ich habe zu ACT über die Arbeit mit onkologischen Patienten gefunden, als ich immer mehr auch damit beschäftigt war, sie darin zu unterstützen, einen neuen Lebenssinn und Orientierung zu finden, wenn erst einmal der Horror der Erkrankung und die Verunsicherung über den Therapieweg überwunden war.

Begeistert hat mich bis heute der Community-Gedanke, der Austausch auf Augenhöhe und die Begegnung von Mensch zu Mensch, sei es in der therapeutischen Beziehung oder in Seminaren und Kongressen. Die erste praktische Erfahrung mit ACT hatte ich dann im März 2012 bei einem Workshop von Steven Hayes in Berlin. Ich verknüpfe ACT in meiner therapeutischen Arbeit auch sehr gern mit der Functional Analytic Psychotherapy (FAP).

Ich bin niedergelassener Psychotherapeut in Berlin, und habe u.a. Ausbildungen in Verhaltenstherapie, systemischer Familientherapie und Hypnotherapie. Ich gebe gern Workshops, auch auf Tagungen und Kongressen wie den ACT Tagen in Graz 2016.

Meine Motivation für die Vorstandsarbeit liegt vor allem im Austausch, in der Haltung des Miteinander und des Voneinanderlernens, was ich gern unterstützen möchte. Ich freue mich, dass ACT immer weitere Kreise zieht und möchte die Bekanntheit von ACT in Deutschland auch weiter fördern.

Angelika Ilmberg

Angelika Ilmberg

Beisitzerin; Psychologische Psychotherapeutin, Dipl.-Ing.

Ich komme als ursprünglich gelernte Diplomingenieurin aus der naturwissenschaftlichen Richtung und habe als zweites Studium Psychologie als Herzensangelegenheit studiert. Nach meiner VT-Psychotherapeutenausbildung arbeite ich als niedergelassene Psychotherapeutin und als weiteres Standbein in der Unternehmensberatung.

Für mich stellt ACT mit seinem Arbeiten auf gleicher “Augenhöhe“ und der ganzheitliche Aspekt, besonders die Frage nach der Sinnhaftigkeit ein Puzzleteil dar, das für mich das Arbeiten in der Therapie sinnhafter gemacht hat.

Zusätzlich bin ich bewegt von dem Geist der ACT-Gemeinde und habe auf verschiedenen ACT-Tagungen im Deutsch und fremdsprachigen Raum beeindruckende und inspirierende Menschen kennengelernt. Ich würde gerne meinen Teil dazu beitragen, diese “Gemeinschaft“ lebendig zu gestalten und weiter zu verbreiten.

Stefan Wagler

Stefan Wagler

Beisitzer; Diplom-Psychologe und psychologischer Psychotherapeut in Ausbildung

Aktuell arbeite ich als psychologischer Psychotherapeut in Ausbildung in der Institutsambulanz der DGVT Berlin. Die ACT, welche ich erstmals 2008 im Studium kennengelernt habe, bietet mir einen theoretisch-konsistenten Rahmen in welchem ich methodisch eklektisch arbeiten kann. Seit 2013 nutze ich ACT/RFT in Beratung und Trainings zu gemeindepsychologischer Arbeit im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit (u.a. im besetzten palästinensischen Gebiet, Nord-Irak, etc.) sowie in Trainings, Supervision und Coaching in Friedens- und Menschenrechtsarbeit. Dabei unterstütze ich Menschen darin, dass sie nachhaltig werteorientiert Handeln können und sich dabei selbst nicht vergessen. Mit meinem Umzug nach Deutschland 2017 habe ich im Berlin-Brandenburger ACT-Netzwerk eine neue Heimat gefunden, wo ich seit 2018 die Fortbildungsreihe „Jump In ACT“ als Trainer mit ausgestalte.

Für die Vorstandsarbeit der DGKV sind mir mehrere Aspekte wichtig. Zum einen wünsche ich einen Beitrag zu leisten, die Haltung und Ansätze der ACT/CBS über die Ursprungsdisziplinen hinaus zu verbreiten. Damit verbindet sich die Frage wie wir die DGKV nach außen präsentieren und die Zugänge erleichtern können. Weiterhin ist mir der Open-Source-Ansatz ein wichtiger Wert. Ich freue mich, dass dieser in der DGKV verankert ist und strebe an das praktische Teilen von Ressourcen, Workshopvideos, Therapie- und Trainingsmaterialien voranzubringen, sodass die DGKV für ACT-Interessierte noch attraktiver wird. Schließlich liegt es mir – auch als Mitglied des ACBS Membership Committees – am Herzen, die DGKV als Teil des Körpers der ACBS zu stärken. Mein Wunsch ist durch regionale Vernetzung mit den weiteren europäischen Landesgruppen zu einer diverseren und ausgeglicheneren internationalen ACBS beizutragen.

Mareile Rahming

Mareile Rahming

Beisitzerin; Psychologin und psychologische Psychotherapeutin

Wo ich gerade im Leben stehe: Ich bin 43 Jahre alt, seit 16 Jahren verheiratet; wir haben einen Sohn (8 Jahre). Nach meinem ersten Berufsleben als Verlagskauffrau stehe ich nun mitten in meinem zweiten als Psychologische Psychotherapeutin in eigener Praxis in Berlin seit 2014. Außerdem gebe ich Trainings zu ACT und anderen Themen und berate und gebe Supervision in unterschiedlichen Kontexten (Sozialarbeit, Kliniken).

Mein ACT-Hintergrund/Kontext: Mein erster Kontakt mit ACT war während meiner VT-Ausbildung am ZPHU in Berlin– in einem Seminar von Gideon Frank zu „Schmerztherapie“, in dem er sehr eindrücklich von seiner palliativen Arbeit berichtete und uns die Grundideen von ACT und einige der Methoden näherbrachte. Ab 2010 habe ich unter der Leitung von und zusammen mit Ronald Burian die Psychosomatisch-Psychiatrische Tagesklinik des Klinikums Königin-Elisabeth-Herzberge mit aufgebaut – von Anfang an mit ACT als übergeordnetem Behandlungskonzept mit einem multiprofessionellen Team. Das war eine sehr spannende und lehrreiche Zeit und hat einen großen Anteil an meinem heutigen Verständnis von ACT und meiner therapeutischen Haltung damit – sowohl gegenüber PatientInnen wie auch gegenüber KollegInnen.

Mein Engagement bisher: Seit 2012 gibt es das ACT-Netzwerk Berlin-Brandenburg, in dem ich von Anfang an dabei war – als Teil einer sehr interessierten und engagierten Gruppe von ACT-AnwenderInnen, die sich monatlich trifft, austauscht und vor allem gemeinsam übt. Seit 2014 bieten wir selbst ACT-Trainings (JumpIn ACT) an und sind dabei, das Angebot weiter auszubauen. In der DGKV bin ich seit einigen Jahren im Arbeitskreis Kommunikation (für den Newsletter) und im Arbeitskreis Training und Weiterbildung aktiv. Ich bilde mich mit ACT fortlaufend weiter (zuletzt Exposure Based ACT bei Eric Morris, Online-Training) und besuche die internationalen (zuletzt Dublin) und deutschsprachigen Kongresse (zuletzt Bamberg).

Wofür ich stehe mit der DGKV: Ich wünsche mir, dass die DGKV eine offene, engagierte Gemeinschaft bleibt, die einen regen Austausch über Werte und Entwicklung führt und einen wirksamen Einsatz von ACT und anderen kontextuellen Verfahren vertritt. Mir liegt vor allem an einem vielfältigen multiprofessionellen Austausch, der nicht im Psychotherapeutischen hängen bleibt, sondern sich auch immer wieder öffnet für andere therapeutische Perspektiven. Mir erscheinen vor allem kreative, physisch-motorische oder sozialarbeiterische Ansätze voller Potenzial. Ich möchte als Beisitzerin im Vorstand Impulse geben und daran mitarbeiten, die DGKV als Netzwerk zu stärken. Ein Netzwerk, in dem wir uns gegenseitig unterstützen und voneinander lernen können – von Mensch zu Mensch, in Akzeptanz unterschiedlicher Erfahrungen, Sichtweisen und Haltungen. Und ich möchte weiterhin aktiv daran mitarbeiten, die Ideen der kontextuellen Verhaltenswissenschaften für alle Menschen verfügbar und nutzbar zu machen und sinnvoll und nützlich einzusetzen.

Tobias Michael Schmid

Tobias Michael Schmid

Studentischer Vertreter; Psychologe (B.A.) und Masterstudent Psychologie

Ich studiere im Masterstudiengang Angewandte Psychologie an der Hochschule für Angewandte Wissenshaften in Zürich, mit dem Vertiefungsgebiet klinische Psychologie. Ich habe zu ACT über die Gründung eines Achtsamkeitsprogrammes für Studierende und Mitarbeitende der Hochschule gefunden. Ziel des Programmes ist es, das Wohlbefinden der Studierenden und Mitarbeitenden durch die Methoden der Achtsamkeit zu fördern. Mittlerweile wurde das Programm grösser und umfasst ein gesamtes Team, wie auch verschiedene Departemente der Hochschule und ich freue mich, dass ACT ein fester Bestandteil des Programmes ist. Seit 3 Jahren bekomme ich ACT in den jährlichen Trainings von Herbert Assaloni und Jan Martz auf immer wieder neue, berührende und inspirierende Weise vermittelt. Dieser berührende und Impulse gebende Eindruck setzte sich fort, als ich die DGKV-Community letztes Jahr in Bamberg kennen lernen durfte. Der Wunsch, wirklich helfen zu wollen, Menschen wirklich weiterbringen zu wollen, mit Verstand und Herz, war für mich deutlich spürbar und liess in mir die Gewissheit aufkommen, auf diesem Weg mit ACT weiterzugehen.

Meine Visionen für die Arbeit im DGKV-Vorstand beinhalten im spezifischen die breitere Bekanntmachung von ACT innerhalb der Hochschule, durch das von mir gegründete Achtsamkeitsprogramm «Achtsamkeit@Toni», wo auch Gastreferate zum Programm gehören. Wie auch die Möglichkeit, ACT in die Bachelor- und/oder Mastervorlesungen zu integrieren.

Meine Motivation für die Mitarbeit im Vorstand besteht auch darin, dass ich aktuell eine Forschungsarbeit schreibe über die Wirksamkeit einer ACT-Intervention bei Pflegefachpersonen und Sozialpädagogen auf deren mentales Wohlbefinden und deren Resilienz. Für meine weitere Tätigkeit als Psychologe wäre es mein Wunsch, auf diesem Gebiet weiterforschen und wirken zu können. Ich erhoffe mir, durch die Mitarbeit im DGKV dafür eine Basis bilden zu können. Auch damit ACT weiter erforscht und die Haltung und Wirksamkeit dieses Ansatzes für die Öffentlichkeit breiter zugänglich gemacht werden können.

Viele Studierende stellen sich die Frage, mit welcher Methode sie in Zukunft arbeiten wollen. Als studentischer Vertreter des DGKV ist es mir ein Anliegen, diese Frage mit der für mich charakteristischen Stärke von ACT zu beantworten: eine Methode mit einem humanistischen Menschenbild, welche ein wertegeleitetes und sinnvolles Leben – trotz und mit allen Umständen, die ein Leben mit sich bringen kann – stärkt und fördert.